Türmaße für Innentüren: alle Standardmaße nach DIN 18101 und wie Sie richtig aufmessen

Ein Zollstock, eine Wandöffnung und die Frage, welche der gemessenen Zahlen jetzt eigentlich bestellt wird.
An dieser Stelle scheitern die meisten Türprojekte, und zwar nicht am Handwerk, sondern an vier Maßen, die
alle unterschiedlich sind und im Alltag trotzdem alle Türmaß heißen.

In Deutschland sind Innentüren genormt, und zwar über drei Normen, die ineinandergreifen. Die DIN 4172
legt das Maßraster fest, die DIN 18100 die Wandöffnung und die DIN 18101 das Türblatt samt Zarge. Passen
diese drei zusammen, passt am Ende auch die Tür. Liegt eine Zahl daneben, passt sie nicht, und ein fertig
gefertigtes Türblatt lässt sich nicht nachträglich zuschneiden.

Dieser Ratgeber gibt Ihnen die vollständigen Tabellen für Breite, Höhe und lichtes Durchgangsmaß, erklärt
den Unterschied zwischen gefälzt und stumpf einschlagend, zeigt Schritt für Schritt, wie Sie im Rohbau und
im bewohnten Altbau messen, und ordnet ein, wo die Norm im Bestand an ihre Grenzen kommt. Wir
schreiben das als Fachbetrieb, der Innentüren von ASTRA und HGM plant, aufmisst und
montiert.

Die vier Maße einer Innentür, die ständig verwechselt werden

Es gibt nicht das eine Türmaß. Es gibt vier, und sie bauen aufeinander auf. Wer sie einmal auseinanderhält,
liest jede Herstellertabelle ohne Rückfragen.

Baurichtmaß: das Maß aus dem Bauplan

Das Baurichtmaß ist ein reines Planungsmaß, kein gemessener Wert. Es folgt dem Raster der DIN 4172 und
ist immer durch 125 Millimeter teilbar: 625, 750, 875, 1000 und 1125 Millimeter in der Breite, 2000 und 2125
Millimeter in der Höhe. Das Baurichtmaß steht im Grundriss. An Ihrer Wand werden Sie es nie exakt messen,
und das ist auch nicht der Zweck.

Rohbaumaß: die tatsächliche Wandöffnung

Das Rohbaumaß, auch Maueröffnungsmaß genannt, ist die reale Öffnung in der fertigen Wand, gemessen
ab Oberkante Fertigfußboden. Nach DIN 18100 liegt es in der Breite 10 Millimeter und in der Höhe 5 Millimeter
über dem Baurichtmaß. Aus 875 mal 2000 wird also 885 mal 2005 Millimeter.

In der Praxis hat sich bei Holzzargen etwas mehr Luft bewährt, häufig 10 bis 15 Millimeter in der Breite, weil
sich die Zarge sonst kaum noch lot- und winkelgerecht ausrichten lässt. Nach oben gibt es eine harte
Grenze: Die Öffnung darf höchstens so groß sein, dass die Zargenbekleidung sie noch vollständig
überdeckt, üblicherweise Bekleidungsaußenmaß minus etwa 10 Millimeter. Dieses Maß ist das wichtigste
von allen, denn es entscheidet, welche Tür überhaupt in Frage kommt.

Türblattaußenmaß: das Bestellmaß

Das Türblattaußenmaß ist die Zahl, die Sie tatsächlich bestellen: 610, 735, 860, 985 oder 1110 Millimeter in
der Breite, 1985 oder 2110 Millimeter in der Höhe bei gefälzten Türen. Umgangssprachlich wird daraus die
86er Tür. Die Türblattdicke liegt nach DIN 18101 zwischen 38 und 42 Millimetern, Standard sind 40.

Lichtes Durchgangsmaß: das Maß, durch das Sie gehen

Das lichte Durchgangsmaß ist die freie Öffnung zwischen den Zargenfalzen, also das, was nach dem
Einbau wirklich übrig bleibt. Es liegt rund 41 Millimeter unter der Türblattbreite. Aus einer 86er Tür werden 819
Millimeter freier Durchgang, aus 1985 Millimetern Höhe werden 1971. Wer einen Kleiderschrank, eine
Waschmaschine oder später einmal einen Rollator durch die Tür bringen muss, rechnet mit diesem Maß
und mit keinem anderen.

Schema Türmaße mit Rohbaumaß Zarge Türblatt und lichtem Maß an einer Zimmertür

Warum Innentüren im 12,5-Zentimeter-Raster kommen

Die Sprünge zwischen den Standardbreiten sind weder Zufall noch eine Entscheidung der Türhersteller. Sie
stammen aus dem Mauerwerk. Die DIN 4172 legt fest, dass Stein und Fuge zusammen 25 Zentimeter ergeben. Weil beim Mauern halbe und ganze Steine verarbeitet werden, entsteht daraus ein Raster von 12,5 Zentimetern. Genau in diesem Raster liegen die Türbreiten: 62,5, 75, 87,5, 100 und 112,5 Zentimeter.

Der praktische Nutzen ist zweifach. Ein Maurer kann eine normgerechte Türöffnung erstellen, ohne einen
einzigen Stein zu schneiden. Und weil alle Hersteller dasselbe Raster verwenden, passt ein neues Türblatt
später auch in eine dreißig Jahre alte Zarge, sofern die Zarge selbst normgerecht eingebaut wurde. Genau
darauf beruht der Türentausch ohne Baustelle.

Türmaße Tabelle: Standardmaße für einflügelige Innentüren

Alle Angaben in Millimetern. Sie messen Ihre Wandöffnung und suchen den passenden Wert in Spalte zwei.
Die Zeile sagt Ihnen dann, welches Türblatt Sie brauchen und wie viel Durchgang am Ende bleibt.

Breitenmaße im Überblick

Baurichtmaß
DIN 4172
Rohbaumaß
DIN 18100
Türblatt
gefälzt
Türblatt
stumpf
Lichtes
Durchgangsmaß
625 635 610 584 569
750 760 735 709 694
875 885 860 834 819
1000 1010 985 959 944
1125 1135 1110 1084 1069
1250 1260 1235 1209 1194

Höhenmaße im Überblick

Baurichtmaß
DIN 4172
Rohbaumaß
DIN 18100
Türblatt
gefälzt
Türblatt
stumpf
Lichte
Durchgangshöhe
2000 2005 1985 1972 1971
2125 2130 2110 2097 2096

Im Bestand trifft man außerdem häufig auf Türblatthöhen von 1860 Millimetern. Diese Höhe war über Jahrzehnte verbreitet und ist bei ASTRA und HGM weiterhin lieferbar, sie steht nur nicht im heutigen Standardsortiment ganz vorn.

Gefälzt oder stumpf einschlagend: gleicher Rohbau, anderes Türblatt

Bei einer gefälzten Tür liegt das Türblatt mit einer umlaufenden Kante, dem Falz, auf der Zargenbekleidung
auf. Das ist in Deutschland nach wie vor die Regel. Bei einer stumpf einschlagenden Tür verschwindet das
Türblatt vollständig in der Zarge und bildet mit ihr eine bündige Fläche. Das wirkt ruhiger und
architektonisch reduzierter und wird in modernen Planungen immer häufiger gewählt.

Fürs Bestellen sind drei Punkte entscheidend. Erstens bleibt das Rohbaumaß identisch, nur das Türblatt wird
kleiner: stumpf einschlagende Blätter sind 26 Millimeter schmaler und 13 Millimeter niedriger als gefälzte.
Zweitens ändert sich das lichte Durchgangsmaß nicht, weil es vom Zargenfalz bestimmt wird und nicht
vom Türblatt. Drittens müssen Zarge und Türblatt zusammenpassen. Ein gefälztes Blatt in eine Zarge für
stumpfe Türen zu hängen funktioniert nicht, die Einschlagtiefe ist eine andere.

Querschnitt gefälzte und stumpf einschlagende Tür im Vergleich mit Türblattmaß

Zweiflügelige Türen und Sondermaße

Für zweiflügelige Türen gilt dasselbe Raster, nur verdoppelt. Übliche Rohbaumaße sind 1260, 1510, 1760 und
2010 Millimeter, die Türblätter liegen entsprechend bei zweimal 610 bis zweimal 985 Millimetern.
Außerhalb der Norm ist ebenfalls vieles machbar. ASTRA und HGM liefern Türblätter auch in Sondermaßen,
etwa für alte Türhöhen oder raumhohe Türen. Welche Maximalmaße konkret möglich sind, hängt an
Kollektion, Oberfläche und Mittellage und wird vor der Bestellung mit dem Hersteller geklärt. Sondermaße
bedeuten Aufpreis und längere Lieferzeit, sind aber fast immer die bessere Lösung, als eine tragende
Wandöffnung passend zu stemmen.

Die Wandstärke: das Maß, das über die Zarge entscheidet

Breite und Höhe bestimmen das Türblatt. Die Wandstärke bestimmt die Zarge, und sie wird beim
Selbstmessen mit Abstand am häufigsten falsch aufgenommen.

Was alles zur Wandstärke gehört

Gemessen wird die fertige Wand, nicht das nackte Mauerwerk. Putz, Fliesen samt Kleber, Vorsatzschalen,
Trockenbauplatten und Tapeten zählen mit. Ein Bad, das erst nach dem Aufmaß gefliest wird, ist
anschließend schnell 15 Millimeter dicker, und die bestellte Zarge passt nicht mehr. Messen Sie oben, in der
Mitte und unten sowie auf beiden Seiten der Laibung. Maßgeblich ist der größte Wert.

Der Verstellbereich rettet nicht alles

Holzumfassungszargen gibt es in gestuften Standard-Wandstärken, typisch 80, 100, 125, 145 und 165
Millimeter. Jede Stufe hat einen Verstellbereich von etwa 15 bis 20 Millimetern nach oben. Eine 125er Zarge
deckt damit grob 121 bis 141 Millimeter ab. Liegt Ihre Wand in diesem Fenster, ist alles gut. Liegt sie darüber,
brauchen Sie die nächste Stufe oder eine Sonderanfertigung. Ein Zentimeter Unterschied ist hier keine
Kleinigkeit, sondern der Unterschied zwischen passt und passt nicht.

Bekleidungsbreite: der unterschätzte Kostenfaktor beim Türentausch

Die Bekleidung ist der sichtbare Rahmen, der beidseitig auf die Wand greift. Standard sind heute 60 und 70
Millimeter. In Häusern aus den achtziger und neunziger Jahren finden sich häufig nur 50 bis 55 Millimeter, in
echten Altbauten dagegen oft 80 bis 90.

Daraus folgt eine Regel, die beim Türentausch viel Arbeit spart: Die neue Bekleidung sollte nie schmaler
sein als die alte. Sonst kommt darunter der unbehandelte Putzrand oder die Tapetenkante hervor, und aus
dem Türentausch wird eine Renovierung der halben Wand. Breitere Renovierungsbekleidungen lösen das
Problem, ohne dass Sie neu tapezieren müssen.

Innentüren richtig ausmessen: Schritt für Schritt

Schema zum Ausmessen einer Innentür mit Messpunkten für Breite Höhe und Wandstärke

Fall 1: Die Öffnung ist leer

1. Fertigfußboden klären. Alle Höhen werden ab Oberkante Fertigfußboden gemessen. Ist der Boden noch
nicht verlegt, rechnen Sie den kompletten Aufbau aus Estrich, Dämmung, Kleber und Belag hinzu.
2. Breite an drei Punkten messen, oben, mittig und unten. Der kleinste Wert zählt.
3. Höhe an drei Punkten messen, links, mittig und rechts. Auch hier zählt der kleinste Wert.
4. Wandstärke an mehreren Stellen messen, inklusive aller Beläge, die noch dazukommen. Hier zählt der
größte Wert.
5. Lot und Winkel prüfen. Wasserwaage an beide Laibungen, dann die Diagonalen über Kreuz messen.
Weichen die Diagonalen voneinander ab, steht die Öffnung schief.
6. Anschlagrichtung festlegen, DIN links oder DIN rechts.

Merksatz zur Anschlagrichtung

Stellen Sie sich auf die Seite, zu der sich die Tür öffnet, also dorthin, wo Sie die Bänder sehen. Sitzen die Bänder links, ist es eine DIN-links-Tür. Sitzen sie rechts, ist es DIN rechts. Dieses eine Detail wird beim Nachbestellen einzelner Türblätter am häufigsten übersehen.

Fall 2: Die alte Tür ist noch drin

Solange die alte Zarge steht, sehen Sie die Maueröffnung nicht. Es gibt zwei Wege.

Der schnelle Weg: Messen Sie das alte Türblatt aus, Breite, Höhe und Dicke, und lesen Sie in der Tabelle
oben das zugehörige Rohbaumaß ab. Das funktioniert zuverlässig, solange die alte Tür normgerecht ist.
Prüfen Sie zusätzlich die Wandstärke, indem Sie die gesamte Zargentiefe messen und beidseitig die Dicke
der Bekleidung abziehen.

Der sichere Weg: Zarge demontieren und die nackte Öffnung messen. Das ist die einzige Methode, die im
Altbau wirklich belastbar ist, denn dort ist selten etwas genormt. Der Nachteil liegt auf der Hand: Danach ist
die Öffnung offen, und die neue Tür sollte zeitnah kommen.

Die fünf häufigsten Messfehler

  • Ab Rohfußboden statt ab Fertigfußboden gemessen. Der Klassiker im Neubau. Die Tür ist am Ende zu lang und schleift, oder der Spalt unten ist zu groß.
  • Nur an einer Stelle gemessen. Wände sind selten parallel, Laibungen selten im Lot.
  • Fliesen oder Wandbelag bei der Wandstärke vergessen. Betrifft fast jedes Badezimmer.
  • Bodenluft nicht eingeplant. Unter dem Türblatt bleibt nach Norm-Maßtabelle ein Spalt von etwa 7 Millimetern, in der Praxis werden häufig 10 ausgeführt. In Räumen mit Abluftanlage, etwa Bad oder WC ohne Fenster, ist mehr Luft nötig, damit Frischluft nachströmen kann. Das ist ein Lüftungsthema, kein Schönheitsfehler.
  • Das lichte Durchgangsmaß mit der Türblattbreite verwechselt. Führt regelmäßig dazu, dass ein Möbel am Einzugstag nicht durch die Tür geht.

Altbau, Stahlzarge und schiefe Wände: wenn die DIN nicht mehr greift

In Ostwestfalen-Lippe haben wir es überwiegend mit Bestand zu tun, und im Bestand gilt die Norm nur
eingeschränkt. Türhöhen von 1860 Millimetern, Öffnungen, die oben zwei Zentimeter schmaler sind als
unten, Zargen ohne erkennbare Normbeziehung: das ist Alltag, kein Sonderfall. Genau deshalb ist das
Aufmaß vor Ort in der Sanierung kein Service-Extra, sondern die Grundlage.

Stahlzarge überbauen statt herausstemmen

Alte Stahlzargen, typisch für Häuser der sechziger bis achtziger Jahre, sind beim Mauern eingesetzt worden
und sitzen fest im Wandaufbau. Zerstörungsfrei bekommt man sie praktisch nicht heraus. Wer es versucht,
stemmt Putz und Fliesen gleich mit.

Die saubere Lösung ist die Ummantelungszarge. Eine neue Holzzarge wird passgenau über die vorhandene
Stahlzarge geschoben und fixiert. Keine Stemmarbeiten, kein Bauschutt, keine beschädigte Tapete, und der
Raum ist am selben Tag wieder nutzbar. Voraussetzung ist ein exaktes Aufmaß der alten Zarge, denn eine
Ummantelung hat keinerlei Toleranz. Wichtig zu wissen: Das lichte Durchgangsmaß wird dabei etwas
kleiner, weil die neue Zarge Aufbaudicke braucht. Bei ohnehin knappen Bestandsöffnungen prüfen wir das
vorab und weisen darauf hin, bevor bestellt wird.

Ummantelungszarge über bestehender Stahlzarge beim Türentausch ohne Stemmarbeiten

Schiefe Laibungen und breite Bekleidungen

Weicht die Laibung vom Lot ab, gleicht die Zarge das über ihren Verstellbereich bis zu einem gewissen Grad
aus. Für den Rest gibt es breitere Bekleidungen, die unsaubere Putz- und Tapetenränder mit überdecken. So
bleibt der Übergang zur Wand sauber, ohne dass eine dicke Silikonfuge nötig wird. Bei stärkeren
Abweichungen richten wir die Zarge auf Lot aus und arbeiten die Differenz über die Bekleidung weg, nicht
über das Türblatt.

Alte Türhöhen: beibehalten oder aufstocken

Sind im Bestand Türblätter mit 1860 Millimetern Höhe verbaut, stellt sich die Frage, ob die Höhe bleibt oder
auf 1985 beziehungsweise 2110 Millimeter aufgestockt wird. Höhere Türen wirken in der Regel großzügiger
und passen besser zu modernen, flächenbündigen Planungen. Sie bedeuten aber einen Eingriff in den
Sturzbereich und damit je nach Wand eine statische Prüfung. Das entscheidet sich vor Ort am Bauwerk,
nicht im Katalog.

Barrierefreie Türmaße nach DIN 18040-2

Barrierefreiheit ist auch dann ein Thema, wenn heute niemand im Haushalt darauf angewiesen ist. Wer beim Türentausch die Maße einmal richtig setzt, muss in zwanzig Jahren nicht erneut an die Wand. Die DIN 18040-2 unterscheidet dabei zwei Stufen.

  • Barrierefrei nutzbar: lichte Durchgangsbreite mindestens 800 Millimeter.
  • Uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbar (Anforderungsstufe R): mindestens 900 Millimeter.

In beiden Fällen soll die lichte Höhe mindestens 2050 Millimeter betragen. Schwellen sind zu vermeiden und dürfen 20 Millimeter nicht überschreiten, der Drücker sitzt auf 850 Millimetern Höhe.

Auf die Tabelle übertragen bedeutet das drei konkrete Konsequenzen:

  • Für 800 Millimeter lichte Breite reicht rechnerisch die 86er Tür mit 819 Millimetern. Der Spielraum beträgt allerdings nur knapp zwei Zentimeter, und Dichtprofile oder ein kräftiger Bügelgriff essen davon ein Stück auf.
  • Für 900 Millimeter lichte Breite brauchen Sie das Rohbaumaß 1010 Millimeter, also die Tür mit 985 Millimetern Türblattbreite. Das ist die Größe, die wir bei barrierefreier Planung empfehlen.
  • Die Standardhöhe mit Baurichtmaß 2000 erreicht nur 1971 Millimeter lichte Höhe und erfüllt die Anforderung damit nicht. Barrierefrei wird deshalb auf Baurichtmaß 2125 geplant, das ergibt 2096 Millimeter freie Durchgangshöhe.

Bei Schiebetüren gilt zusätzlich: Maßgeblich ist die Durchgangsbreite bei geöffneter Tür, und ein vorstehender Griff verengt sie. Das gehört in die Planung, nicht in die Montage. Wenn Sie über eine raumsparende Lösung nachdenken, sind neben Holzschiebetüren auch Glasschiebetüren und Glastrennwände eine Option, bei der wir dieselben Maßfragen mitdenken.

Schema barrierefreie Innentür nach DIN 18040-2 mit lichter Breite Höhe und Griffhöhe

Türmaße planen mit MVK: Aufmaß vor Ort statt Rechnen am Bildschirm

Sie können all diese Maße selbst nehmen, und dieser Ratgeber gibt Ihnen dafür alles an die Hand. Im
Neubau mit normgerechter Öffnung funktioniert das gut.
Im Bestand sieht die Rechnung anders aus. Ein Türblatt wird im Werk gefertigt und lässt sich danach nicht
mehr kürzen. Ein falsches Maß ist kein Nachbesserungsfall, sondern eine zweite Tür auf Ihre Rechnung.
Genau diese Lücke lassen reine Onlinehändler offen: Dort wird bis zum Bordstein geliefert, das Maßrisiko
bleibt bei Ihnen.

Wir arbeiten anders. Bei MVK Küchen & Raumdesign gehört das Aufmaß zur Leistung.

  • Beratung im Showroom in Rheda-Wiedenbrück, wo Sie die Oberflächen von ASTRA und HGM nebeneinander sehen und anfassen können.
  • Millimetergenaues Aufmaß bei Ihnen zu Hause, inklusive Lot, Winkel, Wandstärke und Bodenaufbau.
  • Bestellung auf unser Aufmaß, damit das Maßrisiko bei uns liegt und nicht bei Ihnen.
  • Montage durch das eigene Team, auf Wunsch mit Ummantelungszarge über die alte Stahlzarge, ohne Stemmen und ohne Schmutz.
  • Fachgerechte Entsorgung der alten Türen und Zargen.

Für die Materialauswahl lohnt sich der Weg nach Rheda-Wiedenbrück. Aufmaß und Montage finden anschließend bei Ihnen statt, ob in Paderborn, Gütersloh, Bielefeld, Delbrück, Salzkotten, Lippstadt oder Detmold. Wie der Ablauf im Detail aussieht, steht in unserer Übersicht zu Ablauf und Einsatzgebieten. Das komplette Türenprogramm mit den Marken ASTRA und HGM aus dem Grauthoff-Portfolio finden Sie auf unserer Seite zu Innentüren nach Maß.

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Häufige Fragen zu Türmaßen

Was ist der Unterschied zwischen Baurichtmaß und Rohbaumaß?

Das Baurichtmaß ist ein Planungsmaß aus dem Bauplan und folgt dem 12,5-Zentimeter-Raster der DIN 4172.
Das Rohbaumaß ist die tatsächlich gemessene Wandöffnung. Nach DIN 18100 liegt es in der Breite 10 und in
der Höhe 5 Millimeter über dem Baurichtmaß

Welche Türmaße sind bei Innentüren Standard?

Am häufigsten verbaut sind Türblätter mit 610, 735, 860 und 985 Millimetern Breite bei 1985 Millimetern Höhe.
Die zugehörigen Wandöffnungen betragen 635, 760, 885 und 1010 mal 2005 Millimeter. Die 860er Tür,
umgangssprachlich 86er, ist der verbreitetste Standard.

Wie messe ich eine Innentür richtig aus?

Messen Sie Breite und Höhe der fertigen Wandöffnung an je drei Punkten und nehmen Sie den kleinsten
Wert. Die Höhe zählt ab Oberkante Fertigfußboden. Die Wandstärke messen Sie inklusive Putz und Fliesen,
hier zählt der größte Wert. Anschließend Lot und Winkel prüfen.

Wie breit ist eine 86er Tür wirklich?

Das Türblatt misst 860 Millimeter, der freie Durchgang zwischen den Zargenfalzen aber nur rund 819
Millimeter. Für Möbel, Waschmaschinen oder Gehhilfen zählt dieses lichte Durchgangsmaß. Wer großzügig
planen möchte, wählt besser die nächste Größe mit 985 Millimetern Türblattbreite.

Kann ein Türblatt nachträglich gekürzt werden?

Nur sehr eingeschränkt. Türblätter haben eine definierte Mittellage und umlaufend verleimte Kanten. Wird
gekürzt, wird die Kante geöffnet und die Formstabilität leidet. Größere Anpassungen gehören ins Werk und
müssen vor der Fertigung feststehen. Deshalb ist das Aufmaß die Grundlage jeder Bestellung.

Welches Türmaß brauche ich für eine barrierefreie Tür?

Die DIN 18040-2 fordert für barrierefrei nutzbare Wohnungen mindestens 800 Millimeter lichte
Durchgangsbreite, für uneingeschränkte Rollstuhlnutzung mindestens 900. Die lichte Höhe soll mindestens
2050 Millimeter betragen. Praktisch bedeutet das ein Rohbaumaß von 1010 Millimetern Breite und
Baurichtmaß 2125 in der Höhe.

Was mache ich mit einer alten Stahlzarge?

Alte Stahlzargen lassen sich mit einer Ummantelungszarge überbauen. Dabei wird eine neue Holzzarge
passgenau über die vorhandene Stahlzarge geschoben und fixiert. Es entstehen keine Stemmarbeiten, kein
Bauschutt und keine Schäden an Tapete oder Fliesen. Voraussetzung ist ein exaktes Aufmaß der alten
Zarge.

Wie viel Luft muss unter der Tür bleiben?

Nach der Norm-Maßtabelle bleibt unter dem Türblatt eine Bodenluft von etwa 7 Millimetern, in der Praxis
werden häufig 10 Millimeter ausgeführt. In Räumen mit Abluftanlage, etwa Bad oder WC ohne Fenster, ist
mehr Luft nötig, damit Frischluft nachströmen kann.

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Türen werden selten allein getauscht. Meistens steht gleichzeitig die Frage im Raum, ob der offene
Wohnbereich anders strukturiert werden soll oder ob bei der Gelegenheit auch das Bad an die Reihe
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Genau dafür ist MVK Küchen & Raumdesign breiter aufgestellt als ein reines Türenstudio. Neben Innentüren
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